Unsere sorgfältig ausgewählten Fachbetriebe arbeiten im gesamten Bergischen Städtedreieck: Wuppertal, Solingen und Remscheid samt Umgebung. Das ist mehr als eine Landkarte – denn jede der drei Städte hat ihre eigene Baumschutzsatzung, und die Schutzgrenzen unterscheiden sich deutlich: Was in Remscheid noch genehmigungsfrei ist, kostet in Solingen längst einen Antrag. Diese Seite zeigt, wo die Fachbetriebe im Einsatz sind und welche Regeln vor Ort gelten. Und wie überall auf diesem Portal gilt: Wir vermitteln Ihre Anfrage an Fachbetriebe, wir fällen nicht selbst.
PLZ eingeben, Anliegen beschreiben – wir leiten Ihre Anfrage an einen sorgfältig ausgewählten Fachbetrieb aus Ihrer Region weiter. Kostenlos und unverbindlich.
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Drei Städte, drei Schutzgrenzen – auf einen Blick
| Stadt | Geschützt ab Stammumfang | Satzung |
|---|---|---|
| Solingen | 80 cm (in 1 m Höhe) | Baumschutzsatzung vom 12.04.2011 |
| Wuppertal | 100 cm (in 1 m Höhe) | Baumschutzsatzung vom 07.10.2019 |
| Remscheid | 120 cm (in 1 m Höhe) | Baumschutzsatzung Remscheid |
Die Grenzwerte sind Faustzahlen für den einstämmigen Baum; für mehrstämmige Bäume, Baumgruppen und Sonderfälle gelten eigene Regeln. Messen Sie im Zweifel nach und prüfen Sie die Satzung Ihrer Stadt – oder lassen Sie den Fachbetrieb das bei der Besichtigung mitklären.
Wuppertal
In Wuppertal gilt seit Oktober 2019 wieder eine Baumschutzsatzung – nach ihrer Abschaffung im Jahr 2006 hat der Rat sie als Reaktion auf den Klimawandel neu beschlossen. Geschützt sind Bäume ab 100 cm Stammumfang; ausgenommen sind unter anderem Bäume bis 150 cm Umfang, die weniger als 4 Meter von einem Gebäude entfernt stehen. Zuständig ist die Untere Naturschutzbehörde (Ressort Landschaftsplanung und -pflege) im Rathaus Barmen. Alle Details im Genehmigungs-Ratgeber.
Elberfeld, Elberfeld-West (Briller Viertel)
Das repräsentative Herz der Stadt – und ein Großbaum-Revier ersten Ranges: Das Briller Viertel gehört zu den größten erhaltenen Gründerzeit-Villenvierteln Deutschlands, mit alten Blutbuchen, Platanen und Kastanien, die seit über hundert Jahren an den Hängen über Elberfeld wachsen und heute oft dicht an Villa und Nachbargrenze stehen. Hier ist fast jede Fällung ein Fall für Seilklettertechnik und fast jeder Baum satzungsgeschützt. Häufigste Aufträge: Kroneneinkürzung, Totholzentfernung, Sicherung erhaltenswerter Altbäume.
Barmen, Oberbarmen, Heckinghausen
Der östliche Talraum mit dichter Gründerzeit- und Nachkriegsbebauung, steilen Seitentälern und der Nordbahntrasse als grünem Band. Typisch: große Hofbäume ohne Maschinenzufahrt, Straßenbäume an abschüssigen Lagen und Schadholz nach Sturm. Die Untere Naturschutzbehörde sitzt hier, im Rathaus Barmen.
Cronenberg, Ronsdorf (Südhöhen)
Auf den Südhöhen rund um Lichtscheid, dem höchsten Punkt der Stadt (gut 350 m), wird es ländlicher und waldnäher: große Gärten, alter Mischbestand, viel Fichte und Buche. Windexponierte Kammlagen bedeuten nach Stürmen regelmäßig Bruch- und Wurfholz – ein Fall für den Notdienst und die Anlasskontrolle.
Vohwinkel, Uellendahl-Katernberg, Langerfeld-Beyenburg
Die Ränder der Stadt mit Übergang ins Grüne: Einfamilienhausgebiete, deren in den 60er- bis 80er-Jahren gepflanzte Fichten, Birken und Blaufichten heute schlicht zu groß für die Grundstücke geworden sind. Häufigster Auftrag: Fällung im Hanggarten ohne Maschinenzufahrt, anschließend Stubbenfräsen für die Neubepflanzung.
Solingen: die strengste Grenze der drei
Die Klingenstadt schützt Bäume bereits ab 80 cm Stammumfang – der niedrigste Wert im Städtedreieck. Wer aus Köln oder Wuppertal kommt und die dortigen Grenzen (80 bzw. 100 cm) im Kopf hat, unterschätzt Solingen leicht. Zuständig ist das Ressort Naturschutz, Stadtklima, Grün- und Umweltplanung. Auch Solingen ist eine ausgesprochen grüne, hügelige Stadt – die Aufträge ähneln denen in Wuppertal: viel Seiltechnik, viel Hanglage.
Ohligs, Wald, Höhscheid, Gräfrath
Von den gründerzeitlich geprägten Stadtteilen im Westen (Ohligs, Wald) bis zu den waldreichen Höhen um Höhscheid: alter Baumbestand in Vorgärten und an Hängen, dazu die typischen bergischen Fachwerk- und Schieferhäuser mit engen Grundstückszuschnitten. Messen Sie hier besonders sorgfältig – die 80-cm-Grenze ist schnell erreicht.
Remscheid: die höchste Grenze der drei
Remscheid schützt Bäume erst ab 120 cm Stammumfang, gemessen in 1 Meter Höhe – der höchste Schwellenwert im Städtedreieck. Wer in Remscheid eine mittelgroße Fichte fällen will, hat es damit oft leichter als der Nachbar in Solingen oder Wuppertal. Zuständig ist das Umweltamt der Stadt Remscheid. Im Außenbereich sowie in Landschafts- und Naturschutzgebieten gelten allerdings eigene, teils strengere Regeln – die 120-cm-Faustzahl gilt für den geschützten Innenbereich.
Lennep, Lüttringhausen
Die historische Altstadt von Lennep mit ihren Schieferfassaden und der grüne Stadtteil Lüttringhausen stehen für den typischen Remscheider Mix aus dichtem Ortskern und großzügigen Gartengrundstücken am Hang. Auch hier gilt: Vor der Beauftragung messen und die Satzungslage prüfen.
Ein Netzwerk, kurze Wege
Ob Villengarten im Briller Viertel, Reihenhaus in Vohwinkel oder Hanggrundstück in Lennep: Wir leiten Ihre Anfrage an einen Fachbetrieb weiter, der Ihre Gegend und ihre Topografie kennt und die dort geltenden Regeln gleich mitdenkt – inklusive Hinweis, ob und wo ein Antrag nötig ist. Anfahrt innerhalb des Einsatzgebiets ist bei den Fachbetrieben üblicherweise im Angebot einkalkuliert.
Anfrage in 60 Sekunden: Beschreiben Sie kurz Ihr Anliegen – ein sorgfältig ausgewählter Fachbetrieb meldet sich zeitnah. Kostenlos & unverbindlich.
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